
„Man kommt immer wieder an den Anfang zurück, je mehr man Neues entdeckt“,
sagt Pianist Vincent Meissner. Die Musik seines dritten Albums „Eigengrau“ ist
geprägt von einem sehr reflektierten Blick nach innen. Und von sehr persönlichen
Erlebnissen und Begegnungen. Gemeinsam mit seinem Working-Trio mit Bassist
Josef Zeimetz und Schlagzeuger Henri Reichmann hat Vincent Meissner eine eigene
Sprache entwickelt – inspiriert von Künstlern wie The Bad Plus, Esbjörn Svensson,
Vijay Iyer oder seinem Mentor Michael Wollny.
„Eigengrau beschreibt den Moment der Dunkelheit hinter geschlossenen Augen,“
erklärt Meissner. „Aber wenn man sich dann die Augen reibt, sieht man plötzlich
Muster. Jeder sieht etwas anderes, Strukturen, Objekte, oder vielleicht auch gar
nichts. Ähnlich ist das mit unserer Musik – für jeden erzeugt sie eigene Bilder.“
Auf der Bühne ist das Trio stetig in Bewegung, explodiert oft vor schierer Energie. Im
Studio sucht Vincent Meissner mit seinen Mitmusikern und Produzent Andreas
Brandis nach Reduktion und Konzentration – von Melodien, Texturen und
Stimmungen. Für das Album zoomen die drei näher heran, jeder Ton ist Erkundung,
jedes Stück ein Wechselspiel – feingeschliffen und tiefgründig.
So ist „Eigengrau“ bei aller Tiefe und Komplexität ein Song-Album. Die neun sehr
fokussierten Stücke öffnen, jedes für sich, emotionale Räume - oft pastellfarben,
voller feiner Schattierungen und von hypnotischer Anziehungskraft.
Mit Assembled Instincts präsentiert das Vincent Meissner Trio ein neues Programm und eine spannende Seite seines musikalischen Schaffens, die sich insbesondere durch das intensive Zusammenspiel im Trio herausgebildet hat. Im Zentrum stehen Stücke und Miniaturen, die aus freier Improvisation entstanden sind. Über die Jahre hat das Ensemble eine gemeinsame musikalische Sprache entwickelt, geprägt von Instinkten, Vertrauen und einer außergewöhnlich intuitiven Art der Interaktion. Roh, unmittelbar und getragen von einer gewachsenen kollektiven Intuition, fängt das Konzert am 29.12.2026 im Blue Note Dresden diesen besonderen Moment auf einzigartige Weise ein.
„Eine neue Hoffnung des deutschen Jazz “, erkannte MDR Kultur, was der Deutschlandfunk noch steigerte: „eine Band, die abheben wird wie eine Rakete.“ Der amerikanische Downbeat hörte „Spannung und Begeisterung“ in Vincent Meissners von seinem Mentor Michael Wollny produzierten Debütalbum “Bewegtes Feld“ aus dem Jahr 2021. Alles begann 2017, als Henri (2002) und Vincent (2000) sich in der Musikschule in Dresden trafen, um zu jammen und gemeinsam zu musizieren. Zwei Jahre später, im Jahr 2019, stieß Josef (1998) zur Band. Derzeit leben und arbeiten Henri und Vincent in Leipzig, Josef in Paris. In ihrer Musik geht es darum, Eindrücke der Gegenwart jenseits von Worten zu vermitteln und emotionale Erfahrungen hervorzurufen, die über den greifbaren Moment hinausgehen – auf eine völlig natürliche Weise. Neben zahlreichen Auszeichnungen, wie dem "Förderpreis der Deutschen Jazzunion" (2019), dem "Mitteldeutschen Deutschen Jazzpreis" (2020), dem 1. Platz beim "Jungen Münchner Jazzpreis" (2021) oder dem 1. Platz beim "Internationalen Biberacher Jazzpreis" (2022), hat die Band im vergangenen Jahr ihr hochgelobtes zweites Album "Wille" beim renommierten Label "ACT" veröffentlicht. In den letzten Jahren hat das Vincent Meissner Trio außerdem in bedeutenden Clubs, auf Events und Festivals in ganz Europa gespielt, darunter Highlights wie das "Angrajazz Festival Azoren 2021", die "Jazzopen Stuttgart 2022", das "Getxo Jazzfest 2023" oder das "Off-Beat Basel 2024". Das US-amerikanische Magazin "Something Else!" schreibt über ihr Album „Wille“: "In der Nachfolge des Esbjörn Svensson Trios und The Bad Plus verleiht das Vincent Meissner Trio dem alten Klaviertrio-Format eine jugendliche Frische. Offensichtlich ist es ein Ensemble, das auch im Einklang mit neueren Strömungen der zeitgenössischen Musik steht, wie etwa bei Louis Cole. Und das Zusammenspiel der drei ist bemerkenswert." Als logische Fortsetzung dessen, erschien im Juli 2025 ihre dritte Platte „Eigengrau“, ebenfalls bei ACT.