Donnerstag, 06. August 2026
In Residence – Summer at the Blue Note

Bild: René van der Voorden · © René van der Voorden / VoordenGraphy.comBild: René van der Voorden · © René van der Voorden / VoordenGraphy.com
Noah Diemer Trio feat. Daniel Roncari
Noah Diemer – p,comp
Daniel Roncari – sax
Julian Grüneberg – b
David Giesel – dr
„Jazz von packender Gestaltungskraft“
(Georg Spindler, *Mannheimer Morgen*)
„Mit einer perfekten Mischung aus Virtuosität, Emotionalität und Innovation gelingt es, das Genre neu zu definieren, ohne dabei seine Wurzeln zu vergessen.“
„Völlig zu Recht gilt Noah Diemer als einer der vielversprechenden jungen Musiker der deutschen Jazzszene.“
(Gerald Langer, *music-on-net*)
Diese Stimmen markieren den Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des Pianisten und Komponisten Noah Diemer, der seine musikalische Handschrift mit einem neuen Quartett konsequent fortführt. Gemeinsam mit Daniel Roncari am Saxophon, Julian Grüneberg am Bass und David Giesel am Schlagzeug entsteht ein Ensembleklang, der moderne Jazzästhetik mit lyrischer Klarheit verbindet: farbenreich, dynamisch und geprägt von einer hohen Sensibilität im Zusammenspiel.
Bereits im *Mannheimer Morgen* wurde im Zusammenhang mit dem Album *traces of dusk* die besondere gestalterische Kraft von Diemers Musik hervorgehoben. Seine Kompositionen zeichnen sich durch eine ausgeprägte dramaturgische Entwicklung, emotionale Tiefe und die Fähigkeit aus, unterschiedlichste Stimmungen zu entfalten. Diese Qualitäten prägen auch das aktuelle Programm des Quartetts – erweitert um noch feinere Nuancen, offene Klangräume und intensive musikalische Dialoge.
Im Zentrum des Quartetts steht Noah Diemers unverwechselbare musikalische Handschrift als Pianist und Komponist. Seine Musik verbindet melodische Klarheit mit rhythmischer Offenheit und entwickelt aus kleinen Motiven vielschichtige musikalische Erzählungen. Charakteristisch ist dabei ein feines Gespür für Dramaturgie: Spannungsbögen entstehen organisch, Stimmungen verändern sich fließend und eröffnen immer neue Klangräume. Zwischen lyrischer Intimität und energetischen Ausbrüchen entfaltet das Ensemble einen lebendigen, atmenden Sound, der gleichermaßen präzise wie offen wirkt.
Inspiration findet Diemer dabei unter anderem auch in Literatur und ihrer klanglichen Sprache. Texte des japanischen Autors "Haruki Murakami" dienen dabei weniger als konkrete Vorlage, sondern vielmehr als atmosphärischer Impuls: Die Verbindung von Klarheit, Subtilität und schwebender Offenheit findet sich auch in den musikalischen Charakterstudien des Quartetts wieder.
So versteht das Noah Diemer Quartett Jazz als erzählerische Kunstform: Musik, die Atmosphären erschafft, Geschichten andeutet und immer wieder neue Räume öffnet.
Beitrag auf SWR Kultur
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